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Unser Garten als Rückzugsort und Wellness-Oase

Genießen Sie die wärmende Sonne bzw. den kühlen Schatten auf Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon und im Garten.

Legen Sie sich in einer der Liegestühle und erholen Sie sich beim Nickerchen im Schatten oder beimLesen eines spannenden Buches - Wellness pur für Körper und Seele.

Erfreuen Sie sich an unseren Blumen und Pflanzen. Je nach Jahreszeit ver- und bezaubert unser Garten immer wieder auf’s Neue:

Seit 2012 führt der Meditationsweg Ammergauer Alpen auch ins Blaue Land nach Murnau und in direkter Nähe unseres Hauses vorbei. Gehen Sie doch einfach ein Stück, lassen Sie sich darauf ein und tanken Sie neue Energie an den Kraftplätzen
(siehe auch www.brennendes-herz.de).


Wellness in der Umgebung

Ein ganz besonderes Erlebnis verspricht das Hotel Alpenhof Murnau mit einem Yavanna Day Spa im Alpenhof Murnau

Weitere Möglichkeiten für Wellness im Rahmen Ihrer KönigsCard bieten die für Sie kostenlosen Angebote z.B.

      • AquaFitness und Saunalandschaft BergSpa im Johannesbad in Bad Kohlgrub (ca. 10 km)
      • Saunalandschaft im Hotel Waldruh in Bad Kohlgrub (ca. 10km)
      • Tote-Meer-Salztherapie im Moorbad St. Georg in Bad Bayersoien (ca. 15 km)

Wellness für Körper und Geist

Lassen Sie sich inspirieren von den folgenden Texten unserer Gäste
(mit passenden Einstimmungsfotos von uns):

Schöpferische Weite im „Blauen Land“ von Prof. Dr. Verena Begemann

Welche Assoziationen entstehen in Ihnen, wenn Sie an die Farbe Blau denken? Im Allgemeinen verbinden wir Blau mit Klarheit und Weite, Ruhe und Tiefe. Im „Blauen Land“, ...

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ca. 70 km südlich von München gelegen, haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts Freigeister wie Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Paul Klee (auch unter dem Namen „Der blaue Reiter“ bekannt), eine künstlerische Revolution eingeleitet. Sie verabschiedeten sich von einem detailgetreuen Malstil, der wiedergab, was objektiv zu sehen ist. Vielmehr vertrauten sie ihrem inneren Auge und damit dem Vermögen tiefer und weiter zu schauen. Ihnen ging es um die geistige Dimension der Kunst und des Künstlers. Die Kunst, wie sie sie verstanden, war eine Form der Selbsttranszendenz. In ihrer Arbeit haben sie sich selbst verwirklicht, sie haben sich einer Aufgabe hingegeben, für die sie sich berufen fühlten und sind über sich hinausgewachsen. Es ging ihnen nicht darum, eine liebliche Landschaft abzubilden, sondern sie wagten, ihrem Erleben und Denken einen Ausdruck zu verleihen und machten sich unabhängig von Zustimmung und Bewunderung.

Kandinsky und seine Schülerin Münter lebten als Liebende in Murnau und hier entstand eine Vielzahl ihrer Werke. Im Tagebuch der Jahre 1904-1911 von Münter und Kandinsky lesen wir den Eintrag von Gabriele Münter: „Ich habe da nach einer kurzen Zeit der Qual einen großen Sprung gemacht – von Natur abmalen – mehr oder weniger impressionistisch zum Fühlen eines Inhalts – zum Abstrahieren, zum Geben eines Extrakts. Es war eine schöne, interessante, freudige Arbeitszeit mit vielen Gesprächen über Kunst.“ Münter beschreibt den Prozess zur Persönlichkeitsentwicklung. Sie entwickelt eine phantasievolle Künstleridentität, die etwas ganz Neues wagt. Sie gibt ihrem Wesenskern Raum und beginnt den Sinn ihres Lebens durch schöpferische Werte zu verwirklichen. Die Künstler fühlten und erlebten den Zusammenhang von Farben und Formen und schufen eigenwillig-abstrakte und charakteristische Werke und schenkten somit den Betrachtern einen Zugang zu ihrer eigenen geistigen Dimension.

„Je tiefer das Blau wird, desto tiefer ruft es den Menschen in das Unendliche, weckt in ihm die Sehnsucht nach Reinem und schließlich Übersinnlichem. Es ist die Farbe des Himmels.“ (Kandinsky, 2004, 96) Es ist gut vorstellbar, dass die anregende Voralpenlandschaft mit blauen Seen, schönen Aussichtspunkten und weitem Blick auf die Bergwelt ein konzentriertes und produktives Arbeiten gefördert hat. Sinn wird im Schauen und Betrachten, im schöpferischen Sein und im achtsamen Dialog erfahrbar, wie Münter treffend beschreibt. Auch wenn wir nicht alle zu expressionistischen Malern und Malerinnen werden können, zur Entdeckung unseres Lebenssinns und zur Lebenskunst sind wir alle berufen.  

Reflexionsfragen:
Welche Landschaften inspirieren mich? 
Welche Umgebung beruhigt meinen Geist? 
In welchen Bezügen lebe ich schöpferische Werte?

Literatur:
Kandinsky, Wassily (2004): Über das Geistige in der Kunst. Bern: Bentili Verlag
Schmid, Fritz-Walter (2004): Auf den Spuren des Blauen Reiters. Ein Führer zu Originalschauplätzen in Murnau, Sindelsdorf, Ried und Kochel am See. Eigenverlag: www.blauer-reiter.com

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Den Gipfel erreichen von Prof. Dr. Verena Begemann

Wer in diesen Tagen Urlaub in einer Alpenregion macht, weiß was ein Perspektivwechsel ist. Zwischen Tal und Berg wechseln zu können, bedeutet neue Sichtweisen einzunehmen. Manchmal tut es gut, sich ganz entspannt von der Seilbahn auf den Berg tragen zu lassen. Aber manchmal braucht man ...

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auch die Herausforderung einen Berg selbst zu erklimmen und sowohl körperliche Kräfte als auch leibliches Gespür neu wahrzunehmen. Wenn man im Tal vor einer Wanderkarte steht und die Auswahl zwischen unterschiedlichen Wegen hat steht die erste Entscheidung an. Wähle ich den steilen und direkten Weg oder reizt mich ein längerer Weg, der dafür nicht ganz so anstrengend erscheint. Auf einer Karte können wir nur einen Eindruck von den tatsächlichen Herausforderungen erhalten, aber letztlich muss ich den Weg gehen, um ihn zu erleben.

Das Wandern ist eine schöne Metapher für Lebensziele, die wir uns setzen. Es gilt einen Plan zu machen, für eine gute Ausstattung zu sorgen und dann loszugehen. Wer im Tal bleibt und sich in bunten Farben ausmalt, wie schön es am Gipfel ist, wird ihn nicht erreichen. Zugleich brauche ich im Tal ein Gefühl dafür, welchen Gipfel ich erreichen kann und will. Ausdauer und Kraft sind gut einzuschätzen. Das Ziel, das ich erreichen will, muss ich klar vor Augen haben. Wenn der Weg steil, steinig und wenig überschaubar ist, ist Konzentration und Aufmerksamkeit für den nächsten Schritt notwendig. Das zielstrebige Wandern bringt uns ins Schwitzen und zeigt Grenzen auf, die es zu beachten gilt. Die kleinen Pausen zwischendurch sind wichtig, um zu sehen, welche Höhenmeter geschafft sind und um einzuschätzen, wie weit der Weg noch ist. Und sie sind auch wichtig, um sich mit Weggefährten an wunderbaren Aussichten und Fernsichten zu erfreuen und zu klären, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Manchmal laden Abkürzungen ein und wir entdecken erst später, dass sie uns doch mehr Zeit gekostet haben, weil sie unvorhersehbare Anforderungen in sich bargen.

Die letzten Meter vor dem Ziel können zu einer schönen Meditation werden. Wir sehen das Ziel, wissen, dass wir ankommen und können jeden Schritt in langsamer Behutsamkeit und Achtsamkeit gehen. Nichts treibt uns mehr an, der Atem wird ruhiger, einzelne Muskelpartien sind genau wahrnehmen, weil wir sie den ganzen Weg über trainiert haben. Oben am Ziel erwarten uns Gipfelkreuz und Sonnenalm. Zwei starke Symbole eines Weges. Das Gipfelkreuz markiert den höchsten Punkt und verweist für mich darauf, dass ich diesen Weg nicht alleine gegangen bin, sondern bis zum Gipfel auch behütet und beschützt war. Die Sonnenalm lädt zum Ausruhen und genussvollen Schauen ein. Das Leben ist reich!

Coaching-Tipp:
1. Gönnen Sie sich einen Wandertag mit einem klaren Ziel. Welche Bilder und Gedanken entstehen auf dem Weg dorthin? Welche Ziele wollen Sie erreichen, welche haben Sie schon erreicht? 

2. Achten Sie beim Wandern auf Ihr Tempo! Was verrät es Ihnen über Ihre Lebensgeschwindigkeit?

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Achtsam gehen und dabei Geborgenheit und Weite spüren - Gehmeditation auf der Kottmüllerallee in Murnau im Winter - von Prof. Dr. Verena Begemann

In Murnau wurde in den 1870er Jahren eine wunderschöne, alte Eichenallee auf Anregung des liberalen Reichstagsabgeordneten Emeran Kottmüller (1825-1905) für die „neue Sommerfrische“ angelegt. Diese Allee beginnt kurz nach dem Münter-Haus und führt direkt ins Murnauer Moos. Ein Weg von der Kunst zur Natur, so könnte man sagen. Aber der gesamte Weg ist ein schöpferisches Kunstwerk und zeigt, wie kunstvoll und ästhetisch das Land des „Blauen Reiters“ ist und lädt zu einer Gehmeditation ein ...

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Es braucht nicht viel, um mit sich ins Gespür zu kommen und gleichzeitig ist es ein großer Reichtum, wenn man sich morgens oder abends eine Stunde Zeit nehmen darf, um achtsam und langsam die alte, ein Kilometer lange Allee zu gehen. Im Winter hört und spürt man den knirschenden Schnee unter den Füßen, atmet aufmerksam und bewusst die kühle, klare Luft ein und aus. Und in dieser Stunde gilt es nichts zu erreichen, zu meistern oder zu kontrollieren, sondern einfach zu sein, zu genießen und eine Haltung der Dankbarkeit einzunehmen für das Leben, das Sein, die Schöpfung. Wieder einmal neu die Erfahrung zu machen, sich im eigenen Tempo fortzubewegen, ist ein Geschenk für den flexiblen, mobilen und beschleunigten Menschen der Moderne. Es stellt sich ein innerer Frieden ein, der durch die beruhigende Wirkung der Eichen und der Berglandschaft bestätigt und bekräftigt wird. Die Allee, das Murnauer Moos und die dahinter liegenden Berge symbolisieren Beständigkeit, Tragfähigkeit und Sicherheit in unsicheren Zeiten.

Der Blick in die Weite ist für die Augen sehr wohltuend, besonders im digitalen Zeitalter. Wie oft sind unsere Augen sind durch Bildschirmarbeit und Multitasking übermüdet und überstrapaziert. Man kann auf diesem Weg die Erfahrung machen, dass der Blick klarer und tiefer wird. Anspannungen und Fokussierungen lösen sich und ganz neu werden unendliche Farbschattierungen in wunderschönen Blau-, Grau- und Brauntönen, der sich ineinander verschachtelten Berge und Täler wahrgenommen. Eine Sinneserfahrung, die den Sinn erspüren lässt, für den es im Staunen kaum mehr Worte gibt. In einer offenen und aufmerksamen Haltung des weiten Blicks und des Schauens treten wir ein in die Beziehung mit dieser ästhetischen Landschaft. 

Es ist eine leiblich-geistige Resonanzerfahrung, wenn wir auf der Kottmüllerallee schweigend, hörend und spürend unterwegs sind. Wir empfangen die Schönheit der Welt, dürfen sie in uns aufnehmen und lassen uns von ihr berühren. Diese Landschaft ist beruhigend und anregend zugleich und darin zeigt sich auch die Dialektik der Gehmeditation: im achtsamen Gehen, das mit bewusstem Atmen und Schauen verbunden wird, lösen sich stressige und belastende Gedanken und eine neue Qualität des Denkens wird erfahrbar. Wir ringen nicht länger um Antworten und Lösungen für Fragen und Probleme, sondern der Geist kommt zwischen den Bäumen zur Ruhe, wird wieder klar und gewinnt an Vitalität. Eine Gehmeditation als „Sommer- oder Winterfrische“ für den überlasteten und gestressten Geist. Und erst wenn der Geist wieder frei und entspannt ist, können sich kreative Ideen in freudvoller Leichtigkeit entwickeln. Das ist die eine Seite des meditativen Spaziergangs. Die andere Seite ist, dass die Gehmeditation wertvoll in sich ist. Im achtsamen Gehen spüren wir die Tragfähigkeit der Erde, die Kostbarkeit der Gegenwart und das Geschenk des menschlichen Lebens. Die Funktionalität des Daseins mit all unseren Rollen, Positionen, Hierarchien und Aufgaben tritt in den Hintergrund. Wir müssen nicht um unseren Wert kämpfen oder ihn behaupten, sondern wir dürfen sein und Lebendigkeit im Hier und Jetzt spüren und uns lächelnd daran freuen. Es wird nicht langweilig, ein und denselben Weg immer wieder mit Aufmerksamkeit zu gehen, der einem vertraut geworden ist und den man lieb gewonnen hat. Vielmehr ist es so, je öfter man ihn geht, desto mehr Verbundenheit, Geborgenheit und Ehrfurcht kann sich entfalten. 

Achtsam und bewusst unterwegs zu sein, und sich mit der Schöpfung zu verbinden, ist Ausdruck von Schöpfungsspiritualität. Wir spüren, wie bedürftig wir nach frischer Luft, weiten Ausblicken, Bewegung und Bäumen sind und wie dieses Zusammenspiel unser Wohlbefinden steigert. Wir erleben uns eingewoben in diese Welt und spüren unsere Bezogenheit auf ein Du. Der Religionsphilosoph Martin Buber (1878-1965) hat das Leben mit der Natur als eine Sphäre bezeichnet, in der der Mensch eine wahrhaftige Ich-Du-Beziehung erfahren kann: „Kein Eindruck ist der Baum, kein Spiel meiner Vorstellung, kein Stimmungswert, sondern er leibt mir gegenüber und hat mit mir zu schaffen, wie ich mit ihm – nur anders“ (Buber Ich und Du, 1995. S.8). Bäume können zu Weggefährten, Ratgebern und Zuhörern werden. Sie sind gut verwurzelt, strecken sich in den Himmel und bilden nur gemeinsam eine Allee. Davon können wir Menschen viel lernen. Eine gute Verwurzelung ist für das Gelingen des Lebens notwendig und schenkt Stabilität in der Lebensführung. Wachstum und Streben lassen uns motiviert unsere Lebensziele erreichen, derer wir uns würdig erweisen wollen und müssen. Und wir spüren die Bedürftigkeit aufeinander angewiesen zu sein. Wieviel Kraft und Inspiration geht von einer guten Gemeinschaft aus. 

Ja, eine Allee ist ein Symbol für das gute, gelingende Leben und verweist auf den, der sich in allem zeigt und mit allen ist: „In jeder Sphäre, durch jedes uns gegenwärtig Werdende blicken wir an den Saum des ewigen Du hin, aus jedem vernehmen wir ein Wehen von ihm, in jedem Du reden wir das ewige an, in jeder Sphäre nach ihrer Weise“ (Buber, Ich und Du, 1995, S. 7). Leiblich-geistige Resonanzerfahrungen auf der Kottmüllerallee sind besondere Kraftquellen und in Bubers Verständnis sind sie Ausblicke auf die Gottesbegegnung. Der Mensch ist zutiefst beschenkt von der Ich-Du-Beziehung mit der Natur und erhält eine Ahnung – ein Wehen – von der Begegnung mit dem ewigen Du. Diese Erfahrung ist Geschenk und Gnade und der Aufruf, das Leben als Geschöpf verantwortlich zu gestalten.    Impulsfragen zur Reflexion:  

  • Gibt es für mich einen Sehnsuchtsort, der mir Geborgenheit und Lebensfreude schenkt  und den ich immer mal wieder aufsuche? 
  • Wann habe ich das letzte Mal über die Schönheit der Natur gestaunt?
  • Wie verbinden sich für mich Sinn und Sinneserfahrung?

   

„Ich war in den Bergen und hab mich in die Welt des Herrgotts verkuschelt. Es war schön und ich werde bald wieder gehen. Viele Bilder werden bleiben. Um uns die aufgeblätterte Welt Gottes und der Menschen“ (Delp, Worte der Hoffnung, 2009, S. 11).

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